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Äpfel
Lateinischer Name: Malus Domestica

Geschichte und Verbreitung

Ursprünglich ist der Apfel in den Bergregionen Südwestchinas beheimatet. Als Vorfahren unserer heutigen Tafeläpfel sind in erster Linie der Kaukasusapfel und der Altaiapfel zu sehen, wobei letzterer immer noch in der Nähe von Alma Ata zu finden ist, die übersetzt bezeichnenderweise ”Stadt des Apfels” heißt. Aus Mittelasien gelangte der Apfel über die alten Handelsstraßen in den Schwarzmeerraum.

Schon im antiken Griechenland wurde der Apfel in Kultur genommen und mit dem ”Pfropfen” eine Form der vegetativen Vermehrung entwickelt. Die gezielte Weiterentwicklung von Apfelsorten erfolgte erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts. Das mit Abstand wichtigste Erzeugerland für Äpfel ist China, gefolgt von den USA. Die Hälfte der Äpfel auf dem deutschen Markt stammt aus heimischem Anbau, dennoch ist Deutschland gleichzeitig größter Importeur.

Kulturgeschichtlich hat der Apfel auch eine große Bedeutung. Schon im Altertum galt er als Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit. Kein Wunder, dass man ihn für den Sündenfall verantwortlich machte. Die alten Griechen und Römer hielten Äpfel für ein Aphrodisiakum. Als Symbol für Tradition und Herrschaft hat der Reichsapfel Geschichte gemacht, den die Herrscher bei der Krönungszeremonie in der linken Hand hielten.

Äpfel zum Trocknen werden heute hauptsächlich in China angebaut, gefolgt von den USA. In Europa zählen Italien, Niederlande und die Türkei zu den größten Produzenten. In Südamerika steht Argentinien an erster Stelle, aber auch Australien und Kanada sind nicht zu vernachlässigen.

Getrocknete Äpfel werden als Ringäpfel in Trockenfrucht – Mischungen verwendet. Man trifft sie oft als Zutat von Kompott oder Müsli. Sie werden auch in der Babynahrung eingesetzt.


Anbau

In fast allen gemäßigten Klimazonen der Welt wird ein erfolgreicher Apfelanbau betrieben. Es gibt Züchtungen und Unterlagen, die sich für die meisten Klimazonen eignen, einschließlich jenen mit sehr tiefen Wintertemperarturen. Um zu blühen, muß jedoch das Kältebedürfnis der Bäume von mindestens 900 Stunden unter 7°C erfüllt sein.

Auf lehmhaltigen, nährstoffreichen Böden bei einer mittleren Niederschlagsmenge gedeihen die qualitativ hochwertigen Sorten.


Ernte

Die Ernte findet auf der Nordhalbkugel, z.B. in China und Europa von August bis Oktober statt. Auf der Südhalbkugel, z.B. in Argentinien oder Australien wird hingegen im April bis Mai geerntet.


Produktion

Die frischen Äpfel werden gewaschen, nach Größe sortiert, anschließend geschält oder mit Schale entkernt, in die gewünschte Form (Ringe, Viertel, Würfel, etc.) geschnitten und anschließend erst getrocknet. Die Trocknung erfolgt in den unterentwickelten Ländern in der Sonne, in den entwickelten meist in Heißlufttunneln und dauert ca. 3 – 4 Tage. Es gibt folgende Varianten von getrockneten Äpfeln: Apfelringe mit und ohne Schale , low moisture 18%, high moisture 24% sowie Apfelwürfel mit und ohne Schale, 5 x 5 mm und 10 x 10 mm (basierend auf dem Frischschnitt), low moisture 3-5%, high moisture 22%. Weitere Feuchtigkeitsgehalte können ja nach Kundenwunsch produziert werden.

In einem anschließenden Produktionsschritt werden die getrockneten Äpfel gewaschen um sie vom Schmutz zu befreien.

Je nachdem ob geschwefelte oder ungeschwefelte Ware bestellt wurde, werden die Äpfel unterschiedlich behandelt. Durch den Einsatz von Schwefel wird die helle weiße Farbe des geschnittenen Apfels erhalten. Alternativ zum Schwefel werden auch Meersalz oder Zitronensäure eingesetzt.

Zur Schädlingsbekämpfung werden die Äpfel kurz vor der Verschiffung vorratschutzbehandelt.

Die Frischware wird in Kühlhäusern gelagert und erst bei Abruf verarbeitet.


Nährwerte

Nährwert per 100 g getrocknete Früchte :

Kalorien248kcal(1.054kJ)
Fett1,6g
Protein / Eiweiß1,3g
Kohlenhydrate55,0g
Mineralstoffe1,5g
Vitamine0,5mg

Gradierung

Es gibt bei Ringäpfeln keine Gradierungen. Es wird nur nach der verarbeiteten Form des Apfels unterschieden, d.h. ob es sich bei dem Apfel um einen Ringapfel, ein Viertel oder Würfel handelt.

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